Monat: Februar 2017

Michel Majerus – Aluminum Paintings

Aluminum Paintings, Matthew Marks Gallery New York, 10. Februar – 15. April 2017

Unter anderem noch nie zusammengezeigt: fünf Arbeiten auf Aluminium mit Nintendo’s Mario. Gleiches Format, jeweils andere Farbe, unten rechts der Super-Mario. Michel Majerus war ein begeisterter Nintendo-Spieler und zeigte keinerlei Bedenken, Spiel und Kunst zu vereinen. Immer wieder erstaunlich, wie frisch die Arbeiten wirken.

Seitenblicke – Anton Henning

Anton Henning, 50 x 60 cm, Öl auf Leinwand, 2003

 

Darf man so malen? Ein Konglomerat. Zitate von Mondrian, Gaston, Picasso –
das Blau der Pools von Hockney. Frech. Gekonnt. Der Künstler versteht es, selbst auf dem relativ kleinen Format, sein Kunstwissen spielerisch und mit einem guten Schuß Ironie gut zusammen zu fügen.

Kalkül, klar, aber mir vermittelt das Bild eine solche Freude und Leidenschaft
am reinen Malen. Raffiniert, der Kringel durchbricht das geometrische Weiß und
nimmt die Form des Gebogenen auf, verbindet die zitierten Gesten. In der schwarzen Fläche oberhalb wellenartige Bögen, nicht zu perfekt. Das macht es aus. Keine Kopie von großen Malern, sondern fröhlicher Respekt. Schenkt mir bei jeder Betrachtung ein Lächeln.

Svenja Deininger

Second Chances, First Impressions, Norton Museum, West Palm Beach, FL, USA, 4. Februar – 16. April 2017

Die erste SoloShow von Svenja Deiniger (geboren 1974 in Österreich) in den Vereinigten Staaten. 22 Arbeiten aus den letzten fünf Jahre lassen exemplarisch ihre Entwicklung erkennen.

Ein interessanter Aspekt:
In ihrer derzeit laufenden Ausstellung in der Wiener Secession hat sich die Künstlerin mit der Architektur auseinandergesetzt und spezielle Arbeiten zu den räumlichen Gegebenheiten geschaffen.

Photography reinvented with Thomas Demand

Photography reinvented: The Collection of Robert E. Meyerhoff and Rheda Becker with Thomas Demand, National Gallery of Art, Washington D.C., bis 5. März 2017

Bedeutende Arbeiten, die das Thema Fotografie beispielgebend untersuchen.
33 Werke von Künstlern, die zeitgenössische Fotografie durch experimentelle und konzeptuelle Herangehensweise prägen, von der Düsseldorfer Becher-Schule bis Sugimoto.
Thomas Demand zeigt den Blick in einen sonnendurchfluteten Wald, der – nach seinem Konzept – aus Pappe und Papier gefertigt wurde. Natur wird oft imitiert, hat es schwer in unserer Kultur, wird verdrängt?
Vielfältige Assoziationen zu diesem Werk.

Svenja Deininger – Echo of a Mirror Fragment

Echo of a Mirror Fragment, Secession Wien, 2. Februar – 26. März 2017

Streng komponiert und trotzdem der Entwicklung auf der Bildfläche Raum und Freiheit lassen – wie kann das zusammengehen? Das ist für mich der Reiz der Arbeiten von Svenja Deiniger.
Sie wirken kalkuliert, entwickeln jedoch gleichzeitig eine bezwingende Sinnlichkeit.
Die intensive Auseinandersetzung mit dem Material wird spürbar, der Farbauftrag manchmal wieder abgeschliffen, Farbränder grenzen Flächen ein, unbehandelte Leinwand antwortet auf geglättete Farbflächen. Ein vielfältiger Kosmos in jedem Bild – und schlußendlich entsteht ein stimmiges Gemälde. Malerei unserer Zeit.

deininger_01

Svenja Deininger, Ohne Titel
2011, Öl auf Leinwand, 28 x 21 cm (Sammlung Martin)