Neo Rauch – Dromos Painting 1993–2017

Dromos Painting 1993–2017, Museum de Fundatie, Zwolle, Niederlande, 21. Januar bis 3. Juni 2018

Die Retrospektive zeigt mehr als 60 Arbeiten, die die Karriere des Künstlers nachvollziehen lassen, ausgehend von der ersten Soloausstellung in Leipzig 1993 bis heute und schließt Werke anderer Künstler aus der Privatsammlung von Neo Rauch und seine Frau Rosa Loy ein.

Die Anfänge seiner Malerei bieten meist Gegenüberstellungen von Personen in einer Haltung, die alle Bewegung eingefroren erscheinen lässt, der Ablauf ziellos, mechanisch, unhinterfragt. Gedämpfte Farben, oft herrschen braun, ocker in stumpfem Farbauftrag vor. Das Thema „Maler / Malerei“ wird immer wieder in den Bildern abgehandelt. Ab 2003 nimmt die Farbigkeit stark zu, kräftige Töne beherrschen die riesigen Formate. 2005 tauchen dann die ersten Figuren in einer Kleidung aus vergangen Zeiten auf, Gehröcke, Kniehosen, Zylinder. Die Bewegungen der Protagonisten wirken oft kampforientiert, gewaltbereit, trotzdem im Ablauf starr, gehemmt.

Neo Rauch weiß, dass seine Arbeit bei vielen Kritikern als rückwärtsgewandt gilt. Trotzdem hält er seine Richtung ein, verweist auf sein Thema: Malerei.